Cybersicherheit aus Führungsperspektive
Cybersicherheit ist längst keine reine IT-Angelegenheit mehr. Schwere Vorfälle können Betrieb, Finanzen, Reputation und die Verfügbarkeit wesentlicher Dienste beeinträchtigen. Nach § 4 der ungarischen Verordnung 17/2025 (VII. 24.) EM müssen die Leitungen der betroffenen Organisationen innerhalb eines Jahres nach Übernahme ihrer Leitungsfunktion mindestens acht Stunden Cybersicherheitsschulung absolvieren. Der Schwerpunkt liegt auf Verantwortung und Entscheidungen, nicht auf technischer Systemadministration.
Für wen ist die Schulung gedacht?
- Leitungen von Organisationen und Geschäftsführungen
- Leitungen öffentlicher Einrichtungen und Kommunen
- Führungskräfte im Gesundheitswesen
- Führungskräfte und Entscheidungsträger in Unternehmen
- Leitungen von Organisationen im Geltungsbereich des ungarischen Cybersicherheitsrechts
Lernziele
Nach Abschluss können die Teilnehmenden:
- Die Verantwortung der Leitung sowie die Rolle des Informationssicherheitsbeauftragten (IBF) einordnen
- Wesentliche Cyberrisiken erkennen und Risikoanalysen auf Führungsebene verstehen
- Gezielt Informationen von IT-Dienstleistern und Sicherheitsexperten anfordern
- Eskalation, Meldepflichten und Leitungsentscheidungen bei Sicherheitsvorfällen verstehen
- Behördliche Anforderungen und Auditpflichten einschätzen
- Über notwendige Sicherheitsressourcen fundiert entscheiden
Schulungsinhalte
Die Schulung behandelt:
- Aktuelle Bedrohungen: Ransomware, Phishing, Social Engineering, Lieferkettenangriffe und KI-gestützte Angriffe
- Cyberrisiken, kritische Prozesse, Geschäftsauswirkungen, Risikobereitschaft und strategische Prioritäten
- NIS2 und das ungarische Gesetz LXIX von 2024: Führungsverantwortung, Delegation, Kontrollen, Audits und Dokumentation
- Incident Response aus Sicht der Leitung: Eskalation, Meldungen, Kommunikation und Geschäftskontinuität
- Managementberichte, Mitarbeitersensibilisierung, Lieferantenkontrollen und kontinuierliche Verbesserung
- Praxisbeispiele: Ransomware, Dienstausfälle, kompromittierte Konten, Datenverlust und behördliche Anfragen
Durchführung und Zertifikat
Dauer: mindestens 8 Stunden. Format: live online oder in Präsenz. Ursprüngliche Unterrichtssprache: Ungarisch; weitere Sprachoptionen bitte anfragen. Keine technischen Vorkenntnisse notwendig. Die Durchführung wird dokumentiert und nach den einschlägigen ungarischen Erwachsenenbildungsvorschriften zertifiziert.
Teilnahmegebühr
Offene Schulung: 79.000 HUF zzgl. USt. pro Person. Enthalten sind Unterricht, digitale Unterlagen, Praxisübungen, Wissensüberprüfung, Verwaltung und das einschlägige Zertifikat.
